Update: Loveparade 2010 in Duisburg
Update: Loveparade 2010 in Duisburg
Update: Resumee des geplanten Chaos der Loveparade 2010 in Duisburg - Ein Kommentar zur Pressekonferenz vom 25.07.2010 von Ulrich Coppel
Duisburg: 19 Tote und über 340 Verletze, das ist die schreckliche vorläufige Bilanz der Loveparda 2010 im und um den ehemaligen Duisburger Güterbahnhof am 24.07.2010.
In den Minuten, in denen ich diesen Artikel verfasse, meldet der WDR in einer Sondersendung (WDR-Fernsehen, „WDR extra“ um 11.00h), dass die Staatsanwaltschaft die Unterlagen betreffend der Sicherheitsplanungen beschlagnamt habe.
Um 12.00h folgte die gemeinsame Pressekonferenz der Veranstalter, des Bürgermeisters der Stadt Duisburg, der Verantwortlichen des Sicherheitskonzeptes und der Polizei.
Ich habe persönlich schon viele Presssekonferenzen erlebt. Gestatten Sie mir aber die Bemerkung, dass ich eine Pressekonferenz dieser Art noch nicht erlebt habe. Ein solch hilfloses, völlig überfordertes und chaotisches Mauern aller derjenigen auf dem Podium, auf die bohrenden Nachfragehn von Journalisten, in Anbetracht erdrückender Dokumente in Wort und Bild von der Katastrophe, oder auch dezidierter Warnungen vor genau der „Falle Tunnel“ in den Tagen vor dem Unglück, ist beispiellos.
Staatsanwaltschaft ermittelt
Und nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Genau auf diese Ermittlungen verweisen sämtliche Beteiligten, um zu den genauen Hergängen indes selber nicht Stellung zu beziehen.
Der Journalist Jürgen Zurheide fragte den Leiter des Krisenstabes Wolfgang Rabe (sinngemäß) danach, ob ihm etwa eine angebliche Strafanzeige d. d. Berufsfeuerwehr Duisburg betreffend des Sicherheitskonzeptes der Veranstalters v o r der Veranstaltung bekannt gewesen sei, welche Selbiges als zu unsicher bezeichnete. Diese angebliche Strafanzeige sei demnach mit dem (angeblichen) Ziel verfasst gewesen, die Durchführung der Veranstaltung, wegen der Sicherheitsbedenken noch rechtzeitig zu verhindern. Daraufhin erwiderte der Leiter des Krisenstabes, Wolfgang Rabe: „Davon ist mir nichts bekannt“.
Eine ganze Stunde lang suchten die Verantwortlichen, die sich gestern noch im VIP Zelt auf der Loveparade stolz von den Fotografen der Presse ablichten ließen ein „Loch im Zaun“ ihrer persönlichen Verantwortung. Denjenigen die gestern kein Loch im Zaun fanden, wird dies wohl nicht mehr helfen. In Bochum wurde ein Jahr zuvor die Loveparade aus Sicherheitsbedenken der Veranstalter abgesagt. In Duisburg wurde sie durchgeführt. Trotz massiver Bedenken. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft - und zwar die aus Duisburg!
Um nun dem tätig Rechnung zu tragen, was einige der Teilnehmer der Pressekonferenz ankündigten, nämlich die Behörden bei einer rückhaltslosen Aufklärung zu unterstützen, wäre ein deutliches und vorbehaltloses Zeichen sämtlicher Verantwortlicher der Loveparade auf Seiten der Veranstalter, der Politik, der Sicherheitsplanung und Sicherung vor Ort mehr als dringend nötig:
Treten Sie allesamt zurück - sofort!
Und sorgen Sie davor, dass die rückhaltslose Aufklärung von einer externen Ermittlungsbehörde geleitet wird!
Sonntag, 25. Juli 2010
Quelle:
Alexandra Bucurescu / pixelio.de
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