Offener Brief an die Medien, die Politik, und alle Menschen, die gegen Vorverurteilungen sind
Offener Brief an die Medien, die Politik, und alle Menschen, die gegen Vorverurteilungen sind
Zu den öffentlichen Vorwürfen betrefffend angeblicher illegaler Spenden am Universitätsklinikum in Essen:
Offener Brief vom 26.05.2007 von Ulrich Coppel, Münster, an die Medien, die Politik und alle Menschen, die gegen Vorverurteilungen sind:
Sehr geehrte Damen und Herren Journalisten, Redakteure, und Medienakteure, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
im Laufe der vergangenen Woche wurde sehr heftig öffentlich über angeblich illegale Spendenpraktiken am Universitätsklinikum in Essen berichtet. Den Medien entnehmen wir, dass die ungeheurlichen Vorwürfe zum Nachteil schwerkranker Patienten geschehen sein sollen.
Ich als Patient von Prof. Dr. Christoph Broelsch bitte jeden Journalisten und Medienvertreter darum:
- Berichten Sie fair! Solange kein rechtskräftiges Urteil in dieser Angelegenheit vorliegt, gilt die Unschuldsvermutung. Die zuständigen Strafverfolgungsbehörden haben zu prüfen, ob es wirklich zu illegalen Spendenpraktiken am Universitätsklinikum in Essen gekommen ist. Der öffentliche Druck von Seiten der Politik und der Medien auf die Universitätsleitung und die Strafverfolgungsbehörden ist enorm hoch. Beide Institutionen sind autonom. Der Rektor der Universität Duisburg-Essen hat entschieden, Herrn Prof. Dr. Broelsch nicht zu suspendieren. Diese Entscheidung ist zu respektieren! Ich fordere alle Politiker und Medienvertreter dazu auf dies zu tun und jetzt nicht weiteren Druck auf die Entscheidungsträger auszuüben.
- Prof. Dr. Broelsch hat in einer persönlichen Erklärung öffentlich Stellung zu den Vorgängen in seinem Hause bezogen. Diese Stellungnahme war aus seiner Sicht erforderlich, um der Öffentlichkeit seine Sicht der Dinge mitzuteilen. Auch ansonsten ist er unbedingt bereit dazu aufzuklären. Durch mich, Ulrich Coppel, hat Herr Prof. Dr. Broelsch am 21.05.2007 von dem Vorwurf erfahren, dass ein Mitarbeiter Zahlungen für Transplantationsleistungen erhalten haben soll. Diesen zuvor öffentlich gemachten Vorwurf entnahm ich den Medien (wdr.de), und leitete die Information Prof. Dr. Broelsch zu. Diese Vorgehensweise muss schon sehr, sehr nachdenklich stimmen, insbesondere deshalb, weil der Staatsanwaltschaft bereits seit 2006 der Vorwurf bekannt ist. Dies entnehme ich den Medien. Um selber einen Beitrag zur Klärung der „unerhörten Vorwürfe“ zu leisten, hat Herr Prof. Dr. Broelsch am 22.05.2007 bei seinem Dienstvorgesetzten die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beantragt.
Die Berichterstattung in den vergangenen Tagen war dazu geeignet einen immensen Schaden für die gesamte Transplantationsmedizin zu bewirken. Dies deshalb, weil die Transplantationsmedizin nun in einem Licht erscheint, als ob „Halbgötter“ gegen Bares, hier, mitten in Deutschland, willkürlich über Leben und Tod von schwerkranken Menschen entscheiden.
Ich möchte klarstellen, dass ich keinen Kampf gegen die Medien führen möchte, sondern Politik und Medien bitte, sich f ü r die Interessen der vielen Tausend Wartelisten-Patienten in Deutschland einzusetzen. Herr Minister Prof. Dr. Pinkwart und Herr Minister Laumann: Bitte gehen Sie jetzt voran und stellen öffentlich klar, dass bei den angeblichen Vorfällen am Universitätsklinikum in Essen es zu keinen weiteren Vorverurteilungen kommen darf!
Ich, als Betroffener fordere:
Vorverurteilen Sie nicht! Transplantationsmedizin ist Lebensrettung!
Ich hoffe, dass viele aufgeschlossene Menschen sich dieser Forderung anschliessen werden.
Münster, 26.05.2007
Ulrich Coppel
Vorurteile sind etwas ganz Schlimmes!
Samstag, 26. Mai 2007
Der Verfasser:

Ulrich Coppel
Gitarrist, staatl ex.Instrumental-pädagoge für Gitarre, staatl anerkannter Erzieher
Organspender
Geboren in Düsseldorf am
14. Februar. 1970
Jeder, der mit unterzeichnen möchte, ist aufgerufen eine Email an info@ulrich-coppel.de zu senden. Diese Email sollte neben dem vollständigen Vor- und Zunamen eine funktionierende Absender-Emailadresse enthalten. Es muss folgender Satz enthalten sein: „Ich bitte um die Veröffentlichung meines Vor- und Zunamens als Mitunterzeichner des offenen Briefes vom 26.05.2007 von Ulrich Coppel an die Medien, die Politik und alle Menschen, die gegen Vorverurteilungen sind.“
Ferner besteht unter „Kommentare“ die Gelegenheit zur Meinungsäußerung.
Am heutigen Pfingstsonntag, dem27.05.2007, sendete Pfarrer Jürgen Fliege folgendes Solidaritätsschreiben zur Veröffentlichung auf
www.ulrich-coppel.de:
Sehr geehrter Herr Professor, lieber Christoph Brölsch,
in unseren Heiligen Schriften steht, dass, wenn einer in ein Loch fällt, es gut ist, dass er nicht alleine ist. Wer könnte ihn sonst herausziehen?
Besser noch wäre ein dreifaches Band, weiß der Prediger Salomon.
Weil ich Sie seit über vierzig Jahren kenne, sehe ich allen Ermittlungen mit einer großen Gelassenheit entgegen. Ohne Einblick in Fakten, Verdrehungen und Verdächtigungen bleiben Sie mir ein mutiger Denker und tapferer Streiter, das bei uns auf Lösung drängende tödliche Problem von zu wenig Organen und noch weniger Spendern voranzutreiben.
Mit dem Segen Gottes
Ihr Jürgen Fliege
06.06.2007: Dr. med. Arno Theilmeier, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, und Regionalsprecher Nordrhein des Berufsverbandes niedergelassener Gastroerterologen, gibt seinen Leserbrief an die WAZ und die Rheinische Post vom 23.05.2007 frei zur Veröffentlichung auf www.ulrich-coppel.de. Weder die WAZ, noch die Rheinische Post hatten ihn veröffentlicht.
Den Leserbrief finden Sie im unteren Teil dieser Seite.
Hier der oben angekündigte Brief von
Dr. med. Theilmeier:
08.06.2007: Dr. jur. Balke stellt Strafanzeige gegen NRW-Gesundheitsminister Minister Karl Josef Laumann wegen des Verdachts auf „üble Nachrede“. Den Text der Strafanzeige finden Sie im unteren Teil dieser Seite.
08.06.2007: Hier die Strafanzeige von Dr. jur. Balke:
10.06.2007 Günther Schroeder aus Kaarst schickt per Post seinen Leserbrief vom 18.05.2007 an die Rheinische Post, den Selbige aber nicht veröffentlicht hat. Die Veröffentlichung auf www.ulrich-coppel.de ist von Herrn Schroeder erlaubt. Den Leserbrief finden Sie im unteren Teil dieser Seite.
Hier der oben angekündigte Brief von Herrn Schroeder:


































