Broelsch-Prozess: Nach dem Plädoyer der Verteidigung stellt Angehöriger bohrende Fragen
Broelsch-Prozess: Nach dem Plädoyer der Verteidigung stellt Angehöriger bohrende Fragen
Broelsch - Prozess: Nach dem Plädoyer der Verteidigung stellt Angehöriger bohrende Fragen
Nach dem Plädoyer der Verteidigung im Strafprozess gegen Herrn Professor Broelsch gestern in Essen wiederhole ich meine Frage, die ich vor zweieinhalb Jahren an den Rektor des Universitätsklinikums Essen gestellt habe, diesmal aber mit großer Bitterkeit: warum wurde Professor Broelsch suspendiert??
Es lagen keinerlei medizinische Kunstfehler vor, kein Patient war zu Schaden gekommen! Die Verdächtigungen, die zur Anklage geführt haben, hätte man auch klären können, wenn Professor Broelsch weiter operiert und damit vielen Patienten das Leben gerettet hätte, die ohne sein Können möglicherweise gestorben sind. Dieser Fall wäre zumindest bei meiner Frau ohne jeden Zweifel eingetreten! Wer hätte bei ihrer Vorgeschichte nach mehrfacher Leberteilresektion und einer Riesenmetastase in der Leber eine Leberlebendtransplantation gewagt- und wem hätte ich ein solches Vertrauen entgegen bringen können?? Heute blicken wir schon auf zehn geschenkte Jahre zurück!
Es bestand keine Flucht- oder Verdunklungsgefahr! Professor Broelsch hatte schon vorher mit der Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet, weil er nichts zu verbergen hatte. Wem hat also die Suspendierung genützt und wer hat sie wirklich so unbegründet und unbarmherzig durchgesetzt? Man hat die "Dienstzeit" eines international renommierten Chirurgen gewaltsam um Jahre verkürzt, und das ist etwas anderes, als wenn einer noch den ein oder anderen Fall hätte aufklären können!
Noch einmal: warum wurde Professor Broelsch suspendiert und wer hat das wirklich zu verantworten? Diese Fehlentscheidung müsste den Verantwortlichen schwer treffen!
Dr. rer.nat.Werner Joraschky
Klinischer Chemiker
Arzt für Allgemeinmedizin
Donnerstag, 4. März 2010
Dr. rer. nat. Werner Joraschky
und Dr. med. Cordula Joraschky.
Foto: privat