Unfassbar glücklich waren die zehnjährige Salma und ihr in Bad Kreuznach lebender Vater Mohammed Gutale, als sie sich gegen Mittag des 13. Aprils in der Ankunftshalle des Frankfurter Flughafens endlich wieder in die Arme schließen konnten. Mehr als fünf Jahre hatten die beiden Somalis sich zuvor nicht sehen können. Die Strapazen der mehr als 20 stündigen Reise aus der kenianischen Hauptstadt Nairobi, die lediglich die letzte Etappe nach einer jahrelangen, dramatischen Odyssee durch zahlreiche Länder Ostafrikas darstellte, waren Salma in dieser Situation nicht anzusehen. Ebenfalls nicht, dass sie lebensgefährlich erkrankt ist. Doch nicht nur deshalb müssen sie und ihre Lieben weiterhin bangen.